Manche Auszeichnungen würdigen eine Karriere. Andere würdigen eine außergewöhnliche Leistung.
Das 20. AIMP Jahresforum in Bonn vereinte beides.
Mit der Auszeichnung von Susanne Möcks-Carone zur Interim Managerin des Jahres 2026, hochkarätigen Keynotes, intensiven Diskussionen und rund 200 Teilnehmern wurde deutlich, welche Themen die Zukunft des Interim Managements prägen.
Im Mittelpunkt standen Verantwortung, Umsetzung und die Frage, wie Unternehmen in einer zunehmend komplexen Welt erfolgreich Veränderung gestalten können.
Interim Managerin des Jahres 2026: Führung, wenn sie am meisten gebraucht wird
Einer der emotionalen Höhepunkte des 20. AIMP Jahresforums war die Auszeichnung von Susanne Möcks-Carone zur Interim Managerin des Jahres 2026.
Mit der Ehrung schrieb sie ein Stück Branchengeschichte. Bereits 2011 wurde sie von der AIMP als Interim Managerin des Jahres ausgezeichnet. 2019 folgte der Interim Management Excellence Award der DDIM. Mit der erneuten Auszeichnung durch die AIMP gelingt ihr nun etwas Außergewöhnliches: Als erste Interim Managerin vereint sie die wichtigsten Auszeichnungen der Branche gleich mehrfach auf sich.
Doch ausgezeichnet wurde nicht eine Karriere.
Ausgezeichnet wurde eine außergewöhnliche Leistung.
Das ausgezeichnete Projekt führte Susanne Möcks-Carone an die Spitze einer staatlich anerkannten privaten Fernhochschule mit rund 15.000 Studierenden.
Die Ausgangslage war anspruchsvoll. Eine über Jahre gewachsene Fehlsteuerung hatte zu einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Schieflage geführt. Gleichzeitig war das Umfeld von komplexen Stakeholderstrukturen, einem hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad, politischen Einflussfaktoren und unterschiedlichen Interessenlagen geprägt.
Zur Umsetzung der Restrukturierung wurde mit Susanne Möcks-Carone eine erfahrene Interim Managerin aus dem Netzwerk von HANSE Interim eingesetzt.
Was folgte, war weit mehr als ein klassisches Restrukturierungsprojekt.
Zunächst als Generalbevollmächtigte und kurz darauf als Geschäftsführerin übernahm sie die Verantwortung für die Stabilisierung und Neuausrichtung der Organisation. Gemeinsam mit den beteiligten Gremien wurden tiefgreifende Maßnahmen umgesetzt.
32 von 44 Studienzentren wurden geschlossen, ohne den Lehrbetrieb zu beeinträchtigen. Die institutionelle Akkreditierung wurde während der laufenden Sanierung erfolgreich gesichert. Gleichzeitig gelang es, die Kostenstruktur nachhaltig zu verbessern, die Ertragskraft wiederherzustellen und das Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten zum Break-even zu führen.
Heute verfügt die Hochschule wieder über einen belastbaren Unternehmenswert und befindet sich in einem strukturierten M&A-Prozess.
Beeindruckend waren dabei nicht nur die Ergebnisse.



In seiner Laudatio hob Michael Lichtinger insbesondere die Fähigkeit von Susanne Möcks-Carone hervor, auch unter hohem Druck klare Entscheidungen zu treffen, notwendige Veränderungen konsequent umzusetzen und gleichzeitig Akzeptanz bei allen Beteiligten zu schaffen.
Oder anders gesagt: Führung, wenn sie am meisten gebraucht wird.
Die Nominierung von Susanne Möcks-Carone durch HANSE Interim unterstreicht einmal mehr die Bedeutung erfahrener Führungspersönlichkeiten in komplexen Transformations- und Restrukturierungssituationen.
Wir gratulieren Susanne Möcks-Carone herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung und freuen uns, sie seit vielen Jahren als geschätzte Interim Managerin in unserem Netzwerk begleiten zu dürfen.
Next Generation Interim Management: Die Zukunft war bereits erlebbar
Unter dem Motto „Next Generation Interim Management“ brachte das 20. AIMP Jahresforum Kunden, Unternehmen, Interim Manager, Berater, Provider und Partner aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zusammen.
Den Auftakt des Forumstags gestaltete Dominic von Proeck, Co-Founder von Leaders of AI und einer der bekanntesten KI-Experten im deutschsprachigen Raum. In seiner Keynote zeigte er eindrucksvoll auf, wie hybride Teams aus Menschen und KI bereits heute die Arbeitswelt verändern und welche Chancen sich daraus für Unternehmen ergeben.


und Bernd Fischer

Die Botschaft war klar: Künstliche Intelligenz ist kein Zukunftsthema mehr. Sie verändert bereits heute Prozesse, Entscheidungswege und Organisationsstrukturen. Unternehmen, die diese Entwicklung aktiv gestalten, können ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken.



Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung der neuen AIMP Marktstudie DACH 2026 durch Erdwig Holste und Dr. Martin Ludwig Mayr. Die Studie liefert wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen des Interim-Marktes und bildete eine wichtige Grundlage für zahlreiche Diskussionen des weiteren Tages.
In zahlreichen Vorträgen, Panels und Diskussionen wurde deutlich, wie stark sich die Anforderungen an Unternehmen und Führungskräfte verändern.
Künstliche Intelligenz, Transformation, Restrukturierung, geopolitische Unsicherheiten und neue Formen der Zusammenarbeit prägen die Agenda vieler Unternehmen.
Gleichzeitig zeigte das Forum, dass eine Entwicklung immer stärker in den Vordergrund rückt:
Unternehmen suchen nicht nur nach Analysen und Konzepten. Sie suchen Menschen, die Verantwortung übernehmen und Veränderungen wirksam in die Umsetzung bringen.
Diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch viele Diskussionen des Wochenendes.
AIMP Academy: Orientierung für die nächste Generation von Interim Managern
Bereits am Freitag startete das Jahresforum mit der AIMP Academy unter der Leitung von Andreas Lau.
Die Academy richtet sich an Newcomer und Refresher im Interim Management und vermittelt Orientierung zu Marktstrukturen, Rollenverständnis und den Erfolgsfaktoren einer professionellen Positionierung.






Besonders erfreulich war die Zusammensetzung der Teilnehmer. Rund zwei Drittel der Academy-Besucher waren Neueinsteiger im Interim Management, ein weiteres Drittel verfügte bereits über erste Erfahrungen im Markt. Die intensive Beteiligung und die hohe Aufmerksamkeit während des gesamten Tages unterstrichen den Bedarf an Orientierung, Wissenstransfer und Austausch innerhalb der Branche.



Den Auftakt bildete Andreas Laus Marktüberblick über das Interim Management im deutschsprachigen Raum. Themen waren unter anderem Marktvolumen, typische Mandate, Kundensegmente, Tagessätze sowie die Zusammenarbeit mit Providern.



Bernd Fischer und Michael Lichtinger gaben Einblicke in die Zusammenarbeit mit Providern und Sozietäten sowie in die Anforderungen erfolgreicher Vermittlungsprozesse.



Manuel Schulz beleuchtete rechtliche Fragestellungen rund um Vertragsgestaltung, Scheinselbstständigkeit und Haftungsrisiken. Corinna Weinfurtner zeigte auf, welche Absicherungen Interim Manager heute benötigen und worauf bei Haftungsfragen besonders zu achten ist.



Den Abschluss bildete Malte Borchardt mit seinem Vortrag zur Positionierung und zum professionellen Marktauftritt. Im Mittelpunkt standen die Themen Sichtbarkeit, persönliche Marke und nachhaltige Marktbearbeitung.




Die Academy hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig Professionalisierung, Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch für die Weiterentwicklung des Interim Managements sind.
Zwischen Beratung und Umsetzung: Warum Verantwortung immer wichtiger wird
Zu den spannendsten Diskussionen des Jahresforums gehörte das Special Panel „Beratung & Interim Management im perfekten Zusammenspiel“.



Auf dem Podium diskutierten Axel Borowski von Strategy&, Kai Haake vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU), Sven Steinert von H&Z Management Consulting sowie Volker Groß von Alvarez & Marsal. Moderiert wurde das Panel von Andreas Lau aus der Provider-Perspektive und Bernd Fischer aus der Perspektive einer Interim-Management-Sozietät.


Axel Borowski und Bernd Fischer

Lange Zeit wurden Beratung und Interim Management häufig getrennt betrachtet. Hier die Berater, die Strategien entwickeln und Orientierung geben. Dort die Interim Manager, die Verantwortung in der Umsetzung übernehmen.
Die Diskussion zeigte jedoch, dass diese Sichtweise heute zu kurz greift.
Unternehmen stehen vor immer komplexeren Herausforderungen. Transformation, Restrukturierung, Digitalisierung, geopolitische Unsicherheiten und Fachkräftemangel treten häufig gleichzeitig auf. Entsprechend steigen auch die Erwartungen an externe Unterstützung.
Eine zentrale Erkenntnis des Panels lautete daher: Unternehmen suchen heute nicht mehr nur nach Expertise. Sie suchen Menschen, die Verantwortung übernehmen und Ergebnisse erzielen.
Dabei geht es nicht um ein Gegeneinander von Beratung und Interim Management. Im Gegenteil. Viele erfolgreiche Projekte entstehen gerade dort, wo strategische Orientierung und operative Umsetzung eng miteinander verzahnt werden.
Mehrfach wurde im Panel betont, dass Kunden heute weniger nach einzelnen Disziplinen fragen, sondern nach Lösungen. Entscheidend ist nicht, wer die Analyse erstellt oder die Präsentation hält. Entscheidend ist, wer gemeinsam Verantwortung übernimmt und Veränderung erfolgreich in die Organisation bringt.
Für Andreas Lau war dies eine der wichtigsten Beobachtungen des Forums. Die Frage lautet heute immer seltener, wer die beste Analyse liefert. Entscheidend ist vielmehr, wer Veränderung wirksam in die Umsetzung bringt.
Genau an dieser Schnittstelle werden sich die Rollen von Beratern und Interim Managern in den kommenden Jahren weiterentwickeln.
Die Kundenperspektive: Erfolgsfaktoren in anspruchsvollen Veränderungssituationen
Ein zentrales Element des Jahresforums waren die Client Panels, in denen Kunden, Interim Manager und Provider gemeinsam auf konkrete Herausforderungen aus der Unternehmenspraxis blickten. Dabei standen Themen wie Supply Chain Professionalisierung, Transformation und Restrukturierung im Mittelpunkt.



Andreas Lau moderierte das dritte Client Panel zum Thema „Erfolgreiche Restrukturierung im Mittelstand“. Gemeinsam mit Daniel Basok, CFO der hGears AG, Carl-Jan von der Goltz, Geschäftsführer der Maturus Finance GmbH und Jens von Loos, Head of Debt Advisory bei Deloitte, diskutierte er aktuelle Herausforderungen und Erfolgsfaktoren in Restrukturierungs- und Transformationsprozessen.
Besonders wertvoll war dabei die Kombination unterschiedlicher Perspektiven aus Finanzierung, Beratung, Unternehmenspraxis und Interim Management.


und Jens von Loos

Die Diskussion machte deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen für Unternehmen in den vergangenen Jahren spürbar verändert haben. Finanzierungspartner agieren selektiver, Märkte entwickeln sich dynamischer und Unsicherheiten nehmen zu. Gleichzeitig wächst der Druck, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren.
Mehrfach wurde betont, wie wichtig Transparenz, belastbare Entscheidungsgrundlagen und entschlossenes Handeln sind. Wer notwendige Veränderungen zu lange hinauszögert, verliert wertvolle Handlungsoptionen.
Eine weitere Erkenntnis zog sich durch die Diskussion: Erfolgreiche Restrukturierungen sind weit mehr als finanzielle Sanierungsprogramme. Sie erfordern Führung, klare Prioritäten und die konsequente Umsetzung von Maßnahmen.
Restrukturierung im Fokus: Frühzeitig handeln statt spät reagieren
Das Thema Restrukturierung zog sich wie ein roter Faden durch zahlreiche Gespräche des Jahresforums und bildete zugleich einen besonderen Schwerpunkt der Mitwirkung von Andreas Lau.



Die Diskussion endete nicht mit dem Client Panel. Im anschließenden Interim World Café wurde das Thema gemeinsam mit den Teilnehmern weiter vertieft. Andreas Lau eröffnete das Format und übernahm die Gesamtmoderation. Gemeinsam mit Volker Groß, Carl-Jan von der Goltz und Jens von Loos gehörte er zu den Hosts, die die Diskussionen an den verschiedenen Gesprächsinseln mit Impulsen, Fragestellungen und unterschiedlichen Perspektiven bereicherten.



Im Mittelpunkt standen nicht Vorträge oder Präsentationen, sondern der offene Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Unternehmensvertreter, Interim Manager, Berater und Finanzierungsexperten diskutierten aktuelle Herausforderungen, teilten Erfahrungen aus der Praxis und entwickelten gemeinsam neue Sichtweisen auf Restrukturierungs- und Transformationsprozesse.
Gerade diese Mischung aus Fachwissen, Erfahrungsaustausch und unterschiedlichen Perspektiven machte das Interim World Café zu einem der interaktivsten Formate des Jahresforums.
Ob im Client Panel, im Interim World Café oder in den Gesprächen dazwischen: Immer wieder zeigte sich dieselbe Erkenntnis.
Die meisten Restrukturierungen scheitern nicht an fehlenden Konzepten. Die Herausforderungen sind häufig bekannt. Die notwendigen Maßnahmen ebenfalls.
Entscheidend ist vielmehr, ob Unternehmen den Mut haben, frühzeitig Entscheidungen zu treffen und diese konsequent umzusetzen.
Genau darin liegt die besondere Bedeutung von Führung auf Zeit. Interim Manager bringen nicht nur Fachwissen und Erfahrung mit. Sie übernehmen Verantwortung in Situationen, in denen schnelle Entscheidungen, klare Prioritäten und konsequente Umsetzung gefragt sind. Restrukturierung bleibt deshalb auch künftig weit mehr als eine finanzielle oder operative Aufgabe. Sie ist und bleibt vor allem eine Führungsaufgabe.
Ein Forum lebt von seinen Menschen



Auf dem Marktplatz, in den Panels, während der Academy, beim Galaabend und in zahlreichen Gesprächen entstanden neue Kontakte, neue Perspektiven und neue Ideen.
Genau dieser offene Austausch macht das AIMP Jahresforum seit vielen Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt der Branche.
Bereits der Freitagabend setzte einen besonderen Akzent.
Nach dem Champagnerempfang und der offiziellen Eröffnung durch den AIMP-Vorstand folgte das Galadinner, das den festlichen Rahmen für die Verleihung der Auszeichnungen zur Interim Managerin und zum Interim Manager des Jahres bildete.



Für einen besonderen Impuls sorgte Philipp Liesenfeld, Geschäftsführer der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA und verantwortlich für Marketing und Vertrieb des Traditionsvereins. In seiner Dinner-Speech gab er spannende Einblicke in Markenführung, Vermarktung und die Herausforderungen eines professionellen Sportumfelds.



Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Saxophonistin Sophia Levia, die dem Galaabend einen stimmungsvollen und zugleich festlichen Rahmen verlieh.
Unser Fazit
Das 20. AIMP Jahresforum hat gezeigt, dass sich Interim Management weiterentwickelt.
Neue Technologien verändern Geschäftsmodelle. Kundenerwartungen verändern die Zusammenarbeit. Transformation und Restrukturierung stellen Unternehmen vor immer komplexere Aufgaben.
Gleichzeitig wurde in vielen Diskussionen deutlich, dass eine Sache unverändert bleibt:
Unternehmen brauchen Menschen, die Verantwortung übernehmen und Veränderung wirksam in die Umsetzung bringen.
Für Andreas Lau hatte das Forum dabei eine besondere Bedeutung. Nicht nur als Leiter der AIMP Academy, Moderator verschiedener Panels und Referent, sondern auch als Vorstandsmitglied der AIMP.
Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen sowie zahlreichen Kunden, Referenten, Panelteilnehmern, Interim Managern, Sozietäten, Providern, Partnern, Sponsoren und Unterstützern ist es gelungen, das Jahresforum weiterzuentwickeln und wichtige Impulse für die Zukunft des Interim Managements zu setzen.
Die Resonanz der Teilnehmer zeigt, dass dieser Weg der richtige ist.
Unser Dank gilt allen Referentinnen und Referenten, Panelteilnehmern, Sponsoren, Partnern, Ausstellern, Gästen und Unterstützern, die das 20. AIMP Jahresforum zu einer besonderen Veranstaltung gemacht haben.

Mit besten Grüßen
Ihre HANSE Interim-Geschäftsführung
Andreas Lau





