Wie ein Interim CFO eine neue Teilkonzern-Holding strukturiert, die Erstkonsolidierung sichert und parallel internationale Standorte übernimmt.
Ausgangssituation
Ein deutscher Mischkonzern stärkt seine Nachhaltigkeitsaktivitäten durch die Übernahme eines jungen Technologieunternehmens im europäischen Ausland.
Die Akquisition erfolgt als Share-Deal. Parallel werden Produktionsanlagen in vier Fabriken auf drei Kontinenten im Rahmen von Asset-Deals übernommen. Die Technologie ist bereits in laufende Kundenprozesse integriert.
Ziel ist der Aufbau eines neuen Geschäftsfelds.
Dafür wird am deutschen Konzernstandort eine Teilkonzern-Holding gegründet. In ihr sollen die Zentralfunktionen gebündelt und die internationalen Beteiligungen geführt werden.

Das Management des neuen Geschäftsbereichs ist international erfahren. Der künftige Finanzdirektor steht zum Zeitpunkt der Akquisition jedoch noch nicht zur Verfügung.
Auch die Konzernmutter kann keine ausreichenden Ressourcen bereitstellen.
Es fehlen Kapazitäten und Erfahrung für:
- den strukturierten Aufbau der Holding
- die Integration in die Konzernstrukturen
- die Sicherstellung der Finanz- und Berichtspflichten
Der Integrationsprozess darf sich dennoch nicht verzögern.
Der Einsatz des Interim CFO
HANSE Interim stellte kurzfristig einen erfahrenen Interim CFO, der den Aufbau der Teilkonzern-Holding sowie die finanzielle Integration der Akquisition verantwortete.
Er startete, während der zukünftige Stelleninhaber noch nicht verfügbar war.
Zunächst arbeitete er weitgehend eigenständig, mit punktueller Unterstützung einzelner Fachbereiche des Konzerns. Parallel zum operativen Aufbau stellte er die strukturellen Grundlagen sicher.
Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem:
- Inbetriebnahme und organisatorischer Aufbau der neuen Geschäftsräume
- Einrichtung der Finanzbuchhaltung inklusive neuem Mandanten
- Sicherstellung der vollständigen Verbuchung aller Geschäftsvorfälle seit Gründung der Holding
- Aufbau der Reporting-Strukturen für den anstehenden Halbjahresabschluss
- Erstkonsolidierung der neuen Einheit in den Konzernabschluss
Gemeinsam mit der europäischen Tochtergesellschaft, die die Technologie hielt, setzte er die notwendigen finanz- und bilanztechnischen Maßnahmen um:
- Überleitung des lokalen Kontenrahmens auf Konzernstandards
- Anpassung der Rechnungslegung an Konzernanforderungen
- Bewertung und Strukturierung der umfangreichen immateriellen Vermögenswerte aus der Technologieentwicklung
- Aufbau eines Prozesses zum Abgleich sämtlicher Intercompany-Beziehungen
Parallel etablierte er ein schlankes KPI- und Ergebnisreporting für die monatliche Berichterstattung an den Konzern.
Strukturierte Übergabe statt Neuanfang
Mit dem Eintritt des neuen Finanzdirektors übernahm dieser keine Baustelle, sondern eine funktionierende Einheit.
Die Prozesse waren definiert, stabilisiert und dokumentiert. Das Tagesgeschäft wurde schrittweise übergeben.
Parallel unterstützten Interim CFO und Konzern den Aufbau eines eigenen Accounting- und Controlling-Teams für die Holding. Der Recruitingprozess war erfolgreich, sodass der neue Finanzdirektor zeitnah mit einem einsatzfähigen Team starten konnte.
Vom Deal zur stabilen Holding

Erweiterte Verantwortung: Asset-Deals und internationale Standorte
Im Anschluss wurde der Interim CFO zusätzlich in die Umsetzung der Asset-Deals zur Übernahme der vier Produktionsstandorte eingebunden.
Er übernahm Projektmanagement und Monitoring sämtlicher Maßnahmen rund um die Standortübernahmen, darunter:
- Gründung lokaler rechtlicher Einheiten
- Versicherungs- und Genehmigungsthemen
- Aufbau der IT-Infrastruktur
- Abstimmung und Bewertung der zu übernehmenden materiellen und immateriellen Vermögenswerte
Die Koordination erfolgte zwischen internen Teams, der Verkäuferseite, lokalen und zentralen Beratern sowie dem PMO der Konzernmutter.
Ein komplexes Umfeld mit hoher Taktung und klarer Ergebnisverantwortung.
Das Ergebnis
Der Integrationsprozess startete ohne Verzögerung unmittelbar nach der Akquisition. ✔
Die neue Holding erfüllte termingerecht sämtliche Konzernanforderungen inklusive Halbjahresabschluss und Erstkonsolidierung. ✔
Dem neuen Finanzdirektor wurde keine Übergangslösung übergeben, sondern eine arbeitsfähige, strukturierte Einheit mit belastbaren Prozessen. ✔
Auch bei der Übernahme der Produktionsanlagen leistete der Interim CFO einen entscheidenden Beitrag in der Steuerung der Einzelmaßnahmen und in der bilanziellen Abbildung der Asset-Übernahmen. ✔
Fazit
Der Aufbau einer Holding nach einer Akquisition ist kein Nebenprojekt. Er entscheidet darüber, ob aus einer strategischen Entscheidung zügig ein funktionierendes Geschäft wird.
In diesem Mandat sorgte der Interim CFO dafür, dass Integration, Konzernanforderungen und operative Handlungsfähigkeit von Beginn an zusammenpassten. Er schuf Strukturen, stellte Abschlussfähigkeit sicher und übergab dem neuen Stelleninhaber eine stabile Organisation mit klarem Fundament.
Für den Konzern bedeutete das: keine Verzögerung, keine internen Ressourcenengpässe, kein Risiko im Reporting.
Ein Beispiel dafür, wie ein erfahrener Interim CFO in einer sensiblen Wachstumsphase Tempo und Struktur miteinander verbindet.
Mit besten Grüßen
Ihre HANSE Interim-Geschäftsführung
Andreas Lau

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