Personalabbau – wer macht’s?

Personalabbau ist in manchen Fällen unvermeidbar. Wird diese unangenehme Aufgabe von externen Spezialisten durchgeführt, lassen sich viele Nerven, aber auch viel Zeit und Geld sparen.

Die Lage

Ein Großhandelsunternehmen, das Textilien und Non-Food Artikel flächendeckend im Einzelhandel vermarktet, hatte aufgrund nicht mehr marktgerechter Vertriebsstrukturen mit sinkenden Umsätzen und Erträgen zu kämpfen. Zwei Jahre später lag die Umsatzeinbuße bei 22 %. Dagegen verblieben Verwaltungs-, Struktur- und Logistikkosten mit sechs Logistikstandorten und knapp 400 Vollzeitmitarbeitern konstant und damit nunmehr deutlich überdimensioniert. Die verlustbedingte Abschmelzung des vormals komfortablen Eigenkapitals wurde existenzbedrohend.

Ein in Zusammenarbeit mit HANSE Consulting erstelltes Restrukturierungskonzept ergab eine Vielzahl von Maßnahmen zur Leistungssteigerung in Vertrieb, Marketing, Werbung, Einkauf, Wareneingang, Lager­haltung, Kornmissionierung, Warenausgang und Verwaltung, Zentrale.

Die Größenordnung des Personalabbaus (hier: über 35 %) machte den Einsatz eines erfahrenen CPOs mit herausragenden Kenntnissen im Sozial- und Arbeitsrecht notwendig.

HANSE Interim fand den geeigneten Kandidaten, der eine umfangreiche Erfahrung auch in Krisensituationen hat.

Die Herausforderung

Der Interim Manager hatte durch seinen externen Standpunkt einen objektiven Blick auf die Gesamtlage des Unternehmens und übernahm ungeliebte Maßnahmen wie den unpopulären Personalabbau.

Er traf schnelle Entscheidungen von höchster Wichtigkeit. Monatelange Unsicherheit über einen Verbleib der Mitarbeiter im Unternehmen hatte zur Demotivation, zum Anstieg der Fehltage und zur Reduzierung der Produktivität beigetragen.

Der Interim Manager sorgte dafür, dass Entscheidungen nicht hinausgeschoben wurden. So wurde allen Beteiligten deutlich gemacht, dass die Krise ernst war und es Ziel ist, sie schnellstmöglich zu überwinden.

Als weiterer wichtiger Meilenstein stand die Vertrauensbindung zu den Mitarbeitern im Vordergrund. Durch klare und offene Kommunikation, auch in Einzelgesprächen, erhielt der externe Manager wichtige Informationen zu unternehmensinternen Aspekten.

Der Interim Manager hat durch seine präzise Planung und projektmäßige Bearbeitung des Personalabbaus mögliche hohe Fehlerkosten vermieden.

Zu seinen Aufgaben gehörten u. a.:

  • Fundierte Begründung des Personalabbaus
  • Prüfung der Vertragslage aller Mitarbeiter
  • Zusammenstellung der Auswahlkriterien und Durchführung der Sozialauswahl
  • Beachtung der Mitbestimmung, Unterrichtung und Anhörung des Betriebsrates sowie die Verhandlung von Interessenausgleich und Sozialplan mit dem Betriebsrat.

Weiterhin war der Interim Manager zuständig für:

  • die Verhandlung eines Sanierungstarifvertrages
  • die Anzeige von Massenentlassungen
  • das Einschalten der Fürsorgestellen bzw. Ämter für Arbeitsschutz
  • den Ausspruch von Änderungskündigungen und Kündigungen
  • den Abschluss von Aufhebungsverträgen
  • die Transferkurzarbeit

 

Das Ergebnis

Der Interim Manager konnte die Mitarbeiterzahl um knapp 40 % reduzierten und die Gesamtkosten per Saldo um zwei Millionen Euro senken.

Die Einschaltung des Interim Managers zur Vermeidung von Fehlern und Beschleunigung des Personalabbauprozesses war erfolgsentscheidend.

Fazit

Ein krisenerfahrener CPO kann durch die strukturierte Herangehensweise an das Thema Personalabbau Fehlerkosten vermeiden und spart viel kostbare Zeit. Die schwierige und ungeliebte Maßnahme des Personalabbaus wird durch den Interim Manager umgesetzt. So wird das interne Management nicht „verbrannt” und kann weiterhin in der Firma agieren.